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Patienten mit Asthma bronchiale erhalten häufig Entzündungshemmer



Kortisonpräparate

Kortikosteroide (wie zum Beispiel Kortison) sind ein wichtiger Bestandteil in der Asthma-Therapie. Diese Stoffe sind fast genau so aufgebaut wie das im Körper natürlich vorkommende Kortison. Kortikosteroide wirken antientzündlich und antiallergisch. Werden sie längere Zeit eingenommen, schwillt die Bronchialschleimhaut ab, es wird weniger Schleim gebildet und die Bronchien reagieren nicht mehr so empfindlich. Je nach Verlauf des Asthmas ist eine Langzeitanwendung von Kortisonpräparaten daher sinnvoll.

In fast allen Fällen reicht die Inhalation der Medikamente aus. Dadurch kann man die unerwünschten Nebenwirkungen auf ein Minimum senken, denn inhalative Kortisonpräparate sind so verändert, dass sie in der Lunge stark wirken, aber im Blut schnell abgebaut werden. Kortisonpräparate wirken nicht sofort, können also bei einem akuten Asthma-Anfall nicht helfen. Sie müssen vorbeugend eingenommen werden. Es kann mehrere Wochen dauern bis sie wirklich voll wirken.

Kortison zum Inhalieren

Bei der Inhalation mit Kortisonpräparaten treten besonders drei unerwünschte Arzneimittelwirkungen auf:
  • Trockenheitsgefühl im Mund
  • heisere Stimme
  • Pilzinfektionen
Diese Nebenwirkungen können gut vermieden werden, indem man den Mund nach dem Inhalieren mit klarem Wasser ausspült.

Innerliche Anwendung von Kortison nur bei schwerem Asthma

Als Tabletten, Saft ,Zäpfchen oder Injektion ist Kortison nur bei schwerem Asthma notwendig. Wie hoch die Dosis sein muss, ist bei jedem Menschen verschieden und wird vom Arzt Schritt für Schritt ermittelt. Bei diesen Anwendungsformen muss man mit mehr Nebenwirkungen rechnen. Darunter fallen beispielsweise: Kortisonpräparate verändern die Aufnahme und den Abbau von anderen Medikamenten. Dies sollten Sie bei allen Arzneimitteln (selbst leichten Kopfscherzmitteln u.ä.), die Sie einnehmen, beachten, und eventuell Ihren Arzt oder Apotheker nach Wechselwirkungen mit einem Kortisonpräparat fragen.

Ernährung kann Nebenwirkungen von Kortison mildern

Bei einer Dauerbehandlung mit Kortisonpräparaten hilft eine gezielte Ernährung, einige negative Effekte zu mildern: Achten Sie auf genügend Eiweiß, denn Kortisone bauen dieses ab – es besteht die Gefahr der Unterversorgung. Nehmen Sie außerdem genügend Kalzium zu sich, da Kortison die Knochendichte verringert. Kalzium ist besonders in Milchprodukten enthalten.

Leukotrienantagonisten (Montelukast)

Leukotriene sind Stoffe, die im Körper eine Entzündung fördern. Sie sind in verschiedenen Körperzellen vorhanden und werden sehr schnell freigesetzt, wenn ein Reiz – beispielsweise ein Allergen – in den Körper eindringt. Neben der Entzündung sind die Leukotriene für ein Verkrampfen der Bronchien und eine Erweiterung der Blutgefäße verantwortlich. Leukotrienantogonisten sind Stoffe, die Entzündungen im Körper hemmen können. Dazu blockieren sie die Stellen (Rezeptoren), an die sonst die Leukotriene andocken. Inzwischen haben sich unterschiedliche Leukotrienantagonisten herauskristallisiert, die bestimmte Stärken haben. Eine Gruppe blockiert ganz genau die Rezeptoren, die für die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur zuständig sind.

Leukotrienantagonisten haben sich bei leichtem Asthma bewährt

Leukotrienantagonisten werden ergänzend bei leichtem und mittelschwerem Asthma eingesetzt, damit sich die Bronchialschleimhaut erholen kann. Insbesondere Kinder mit Asthma werden Leukotrienantagonisten (zum Beispiel der Wirkstoff Montelukast) häufig verordnet. Der Wirkstoff Montelukast ist offensichtlich auch bei Kindern mit infektbedingtem Asthma hilfreich, da sich die Zahl der Asthma-Episoden verringert und die beschwerdefreie Zeit verlängert wird.

Mastzellstabilisatoren (Cromone)

Die am häufigsten bei Asthma eingesetzten Substanzen aus dieser Gruppe heißen Cromoglicinsäure (DNCG) und Nedocromil. Sie wirken auf Mastzellen ein, die die Entzündung im Körper bedingen. Diese Zellen schütten aufgrund eines Reizes Stoffe (zum Beispiel Histamin) aus, die zu einer Entzündung führen. Mastzellstabilisatoren machen die Mastzellen unempfindlicher für Reize.

Eine solche Wirkung kann nur prophylaktisch erfolgen, das heißt, bevor es zu einer Entzündung kommt. Mastzellstabilisatoren müssen daher frühzeitig und dauerhaft angewendet werden, um die Bronchien zu schützen. Bei einem allergischen Asthma, das durch Gräserpollen ausgelöst ist, ist es daher wichtig, den Pollenkalender im Blick zu behalten und bereits ein bis zwei Wochen vor dem erwarteten Pollenflug mit der Behandlung zu beginnen.

Antikörper gegen allergisches Asthma

Neuerdings ist auch ein Antikörper zur Therapie bei schwerem allergischem Asthma zugelassen. Er wird alle zwei bis vier Wochen unter die Haut gespritzt und verhindert die Wirkung des Eiweißstoffs IgE, der bei der Entstehung der allergischen Reaktion von Bedeutung ist.
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